Airbrush-Arbeiten mit Schülern der 8.und 9. Klasse der Schule West

...zum Projekt "Brücken" verbinden/überwinden



Unsere Gemeinschaftsarbeit zum Thema Brücken

Technik:
Airbrush kombiniert mit Mischtechnik
Arbeitsweise:
Anleitung: Einführung in die Airbrush-Technik mit Arbeitsbeispielen (Verläufe und Linien sprühen), Reinigen der Airbrushpistole, Arbeitsplatzaufbau.
Ausarbeiten: Ideenfindung zum Thema "Brücken". Erstellung von Skizzen bis zum fertigen farbigen Entwurf (A5/A4 Format)
Airbrush-Technik: Handhabung der Arbeitsgeräte wie Airbrush-Pistolen, flüssige Airbrush-Farben, Pinsel und Farbstiffte. Präzises schneiden mit dem Skalpell auf den Maskiermaterialien.
Vorarbeiten:
Zeichnung: Eigenen farbigen Entwurf nochmals auf Transparentpapier in Strichzeichnung umwandeln.
Vergrößern, maskieren und schneiden.
Vergrößern und Aufzeichnen der Strichzeichnung mit dem Overhead-Projektor auf Originalgröße auf einem speziell beschichteten Airbrushkarton (51 cm x 73  cm).
Abmaskieren mit transparenter Maskierfolie und sorgfältiges Schneiden mit dem Skalpell.
Zur Airbrush-Technik:
Ausführung/Ausarbeitung: Zu bearbeitende Flächen herausnehmen und die restliche Arbeitsfläche abdecken.
Farbiges Ausgestalten mit der Airbrushpistole auf der geöffneten Fläche nach dem erstellten farbigen Entwurf.
Dieser langwierige Arbeitsprozess wiederholt sich mehrmals bis zur fertigen Bildgestaltung.
Korrektur und Zuschnitt:
Fertiggestelltes Bild total abmaskieren und eventuelle Fehler mit Farbstift oder Spritzpistole korrigieren und auf Bilderrahmenformat 50 cm x 70 cm zuschneiden.

Projekt "Brücken" von September - Dezember 2006



Gerald Voigt zeigt den Schülern einige von ihm gefertigte Airbrush-Arbeiten zum Thema.

Großes Erstaunen bei den Schülern und der Lehrerin Frau Mechs, was man mit dieser Technik alles so machen kann. Gerald Voigt zeigte den Schülern einige von ihm gefertige Arbeiten zum Thema Brücken, die er im Rahmen einer » Ausstellung des Emmeringer Spektrums im Juli in der Sparkasse Fürstenfeldbruck präsentiert hatte.

Dass Airbrush nicht nur die Arbeit mit der Spritzpistole ist, sondern auch Pinsel, Farbstifte und Zeichenfeder zum Einsatz kommen, konnten die Schüler an Hand dieser Arbeiten sehen.

Noch wussten sie nicht, was alles auf sie zu kam. Aber die Neugier und das Interesse für diese Technik wurde bereits geweckt.

Das Projekt "Brücken" wurde mit den Schülern diskutiert. Es entstanden im Vorfeld schon einige sehr gute Ideen zu diesem Thema. Die Schüler wurden aufgefordert, bis zum nächsten Kunstunterricht ihre Ideen in Farbe auf DIN A4 zu gestalten.

Da nur neun Airbrush-Pistolen zur Verfügung standen, mussten die 9 besten Arbeiten ausgewählt werden. Die Jury bestand aus allen teilnehmenden Schülern. Sie bestimmten die Arbeiten, die dann ausgeführt werden sollten.

Für jede Arbeit wurden zwei Schüler eingeteilt, die dann abwechselnd den ausgewählten Entwurf bis zur Fertigstellung bearbeiteten.

Materialkunde zur Airbrush-Technik

...im Schüler-Cafe der Schule West für die am Projekt teilnehmenden Schüler der 7. und 8. Klasse.



Die Airbrush-Utensilien, die zum Arbeiten unerlässlich sind: Flüssige Airbrush-Farben, Airbrush-Pistole, Skalpell zum Schneiden der Maskierfolien, ein Wasserglas, ein Pinsel zur Wasserzuführung für die Verdünnung der Farben, Abdeckpapier für den einzelnen Arbeitsplatz sowie Lappen zum Ausspritzen der Airbrush-Pistolen und Reinigung des Gerätes.

Mit großem Interresse verfolgten die Schüler die Einweisung in Material und Technik.

Dabei stellte Gerald Voigt die verschiedenartigsten Arbeitsmaterialien und das Innenleben des Airbrushgerätes vor.

Mit der Airbrush-Technik kann man auf fast allen Materialien arbeiten. Ob an Wänden, auf allen Arten von Papier und Karton, Stoff, Holz oder Metall, sogar an glatten Oberflächen wie Glas und Kunststoff lässt es sich arbeiten.

Auch die unangenehmen Arbeiten, wie das Herrichten und Aufräumen des Arbeitsplatzes sowie das penible Reinigen der Arbeitsgeräte gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Airbrush-Technik. Denn nur bei pfleglicher Behandlung des Arbeitsgerätes kann es auch beim nächsten Einsatz ohne Probleme wieder verwendet werden.

Größte Vorsicht ist einzuhalten beim Umgang mit dem Schneideskalpell, denn die Verletzungsgefahr ist hier am größten. Deshalb wird bei Nichtbenutzung immer das Messer in dem dafür vorgesehenen Schutzbehälter aufbewahrt. Beim Schneiden von Maskierfolien ist darauf zu achten, nur die Maskierfolie zu durchschneiden und nicht den Untergrund zu verletzen. Das erfordert schon ein bisschen Übung und Gefühl.

Bei den flüssigen Airbrush-Farben ist besonders darauf zu achten, dass sie immer gut verschlossen in der Schachtel stehen. Werden sie benützt, sind sie vorher gut aufzuschütteln, bis die Mischkugeln gut zu hören sind. Die geöffneten Farbgläser bleiben dabei im Farbenkarton stehen, um ein Umkippen zu vermeiden. Alle Farben sind untereinander mischbar, enthalten keine Lösungsmittel, sind wasserverdünnbar und trocknen wasserfest auf. Diese Farben eignen sich auch auf Metall (einbrennbar bis 90 Grad) und mit einem Fixierzusatz für alle Textilien.

Die Airbrush-Pistole mit einem Düsendurchmesser von 0,15 mm, einem Fließsystem und einer Zweihebelfunktion ist mit einem ca. 5 m langen, flexiblen Luftschlauch verbunden, der an einem Kompressor mit 9 Anschlüssen angekoppelt wird.

Der Kompressor hat einen Betriebsdruck von 8 bar und schaltet sich automatisch bei einem Druckabfall wieder ein und aus. Gespritzt wird mit einem Druck von 1,8 - 2 bar. Der Atelier-Kompressor ist sehr leise im Betrieb und man hört ihn nur beim Ausschalten mit einem kurzen Zisch.



Detailansicht einer zerlegten Airbrush-Pistole

Vorstellung der Airbrush-Technik



Die Schüler warten auf Anweisung.

Mit Spannung und großer Erwartung sitzen die Schüler vor ihren aufgebauten Arbeitsplätzen und warten auf die erste Aufgabe.

Sie besteht im Aufzeichnen zweier Quadrate mit den Maßen 10 cm x 10 cm auf das vorbereitete Maskierpapier. Ein drittes, kleines Quadrat wird in die Mitte eines der Quadrate dazu gezeichnet. Die fertige Zeichnung wird auf den Original-Airbrush-Karton passgenau aufgezogen. Das Maskierpapier hat eine leicht klebende Rückseite, die sich wieder von dem Karton ablösen und aufkleben lässt. Mit dieser Technik läßt es sich detailgenau arbeiten.

Nun dürfen die Schüler mit dem Skalpell ihre aufgeklebte Zeichnung schneiden. Dabei ist zu beachten, dass mit dem Messer nur die Maskierung und nicht der Untergrund geschnitten wird. Die Quadrate werden freihändig geschnitten, um das Gefühl für das Skalpell zu bekommen. Es ist gar nicht so einfach wie es aussieht.

Dann beginnen die Schüler mit der eigentlichen Arbeit des Airbrushing. Sie entfernen das erste, äußere geschnittene Quadrat und legen dieses auf die Schutzfolie.

Jetzt wird die Farbe Schwarz aus dem Karton genommen und geschüttelt, bis die darin enthaltenen Mischkugeln zu hören sind. Mit der im Schraubverschluss integrierten Pipette werden ein paar Tropfen Farbe in die Öffnung der Spritzpistole eingefüllt und mit dem Pinsel ein paar Tropfe Wasser dazu gegeben. Das Spritzgerät ist nun arbeitsbereit.

Die Schüler nehmen nun die Spritzpistole in die Hand und prüfen durch Druck mit dem Zeigefinger auf den Sprühknopfhebel, ob sie reagiert. Durch gleichzeitiges Drücken und Nach-Hinten-Ziehen sprüht die Farbe auf die Vorlage. Es hört sich leichter an als es ist. Durch ein paar Übungen hat es dann jeder begriffen.

Die Aufgabe ist, einen sauberen Verlauf von leichtem Grau bis tiefen Schwarz zu sprühen. Zuerst wird ein gleichmäßiger Ton in leichtem Grau über die gesamte freigestellte Fläche gesprüht. Danach sprüht man von oben angefangen Lage für Lage nach unten, bis man oben den dunkelsten Bereich erreicht hat.

Wer soweit fertig ist, deckt das fertig gesprühte Quadrat wieder sorgfältig und passgenau ab. Dann wird das kleine, mittlere Quadrat aus der Arbeit herausgenommen. Nun beginnt die gleiche Prozedur wie vorher, nur der Verlauf wird in umgekehrter Reihenfolge also unten dunkel oben hell gespritzt.



Erklärung und erste Versuche mit der Airbrush-Pistole



Yalcin beim ersten Versuch einen Verlauf zu spritzen.

Vorstellung der eigenen Entwürfe

Stolz präsentierten die Schüler ihre ersten Entwürfe zum Thema. Die ersten Schüler-Entwürfe zum Thema "Brücken", die dann in Airbrush-Technik umgesetzt werden - hier sehen Sie eine kleine Auswahl: Von der "Liebes-Brücke" über die "Sonne-Mond-Brücke" bis hin zur "Friedens-Brücke".



Yalcin mit seinem Entwurf



Aylin mit ihrem Entwurf



Serpil mit ihrem Entwurf



Eduard mit seinem Entwurf

Aufbau und Arbeiten mit der Airbrush-Technik



Zuerst mussten die Schüler ihren Arbeitsplatz aufbauen. Eduard macht es uns vor. Dann konnten wir mit der Airbrush-Technik anfangen.

Um richtig arbeiten zu können, müssen sich die Schüler erst ihren Arbeitsplatz aufbauen. Das ist immer diee erste Arbeit vor Beginn, und am Ende wird das ganze wieder abgebaut. Nun konnte es endlich losegehen. Zuerst müssen die Schüler ihre Entwurfs-Arbeiten in Strichzeichnung auf Transparentpapier zeichnen und anschliessend mittels Overhead-Projektor auf 50 cm x 70 cm vergrössern. Dabei wird auf den Original- Airbrushkarton projeziert und abgezeichnet. Das Ganze wird mit einer transparenten Airbrush-Maskierfolie beklebt und auf den gezeichneten Linien mit dem Skalpell geschnitten.



Gona beim Schneiden und Herausnehmen der Maskierfolie.

Der zu bearbeitende Bereich wird herausgenommen und auf dem Trägerpapier sorgsam abgelegt, denn er wird für den nächsten Farbgang wieder benötigt. Nun kann mit dem ersten Farbgang begonnen werden. Dabei liegt der eigene Farbentwurf zum Anschauen und Vergleichen am Platz. Dabei hält man sich genau an die Farbangaben des Entwurfes.

Es ist ein mühseliges Auf- und Abdecken der zu bearbeitenden Flächen. Leider kann in diesem Stadium noch nicht beurteilt werden, wie diee Arbeit als Ganzes aussieht. Es fehlen noch etliche Farbgänge.

Hier ein Arbeitsplatz:



Die Airbrush-Arbeiten im Schüler-Cafe der Schule West



Corinna mit ihrer Arbeit beim Airbrushen.

Manch einer wurde schon langsam nervös, weil es dann doch lange dauerte. Aber die Arbeiten schritten sehr gut voran. Ein Hudeln kam dennoch nicht in Frage, denn nur wer jetzt Ausdauer und Geduld zeigte wurde am Ende mit einer hervoragendern Arbeit belohnt. Auch der Rektor, Herr Hirsch schaute ab und zu mal vorbei und ließ sich vom neuesten Stand berichten. Er staunte nicht schlecht wie seine Schüler ihre Bilder verarbeiteten.

Langsam konnte man schon einiges auf den Arbeiten erkennen Die mühsame Plagerei hat noch immer kein Ende. Es fehlen halt immer noch etliche Farbgänge. Aber langsam kam Land in Sicht!



Original-Arbeiten im fortgeschrittenen Stadium. Oben die Arbeit mit dem Titel: "Leidenschafts-Brücke" von Jessika...



...und unten von Corinna die "Freundschafts-Brücke".



Auch das gehörte dazu: Das unbeliebte Putzen der Arbeitsgeräte.

Absolute Aufmerksamkeit ist die Devise, denn jede Unachtsamkeit wird bestraft und man muss am Ende zuviel nacharbeiten. Auf den Fotos ist deutlich zu erkennen, wie angestrengt die Schüler ihre Arbeiten verrichten. Gerlad Voigt half den Schülern wo er konnte, aber letztendlich sollten sie ihre Arbeit selbst gestalten. Das hat auch wunderbar geklappt und man kann ihnen ruhig die eigene Verantwortung für ihre Arbeiten übertragen. Gerald darf auch ein wenig stolz auf die Schüler sein, denn sie arbeiten sehr gut mit. Die fertigen Arbeiten beweisen, dass die Kreativität und der Wille, etwas zu gestalten, bei den Schülern vorhanden ist.

Hier einige Original-Arbeiten im fortgeschrittenen Stadium. Man erkennt schon einiges auf den Arbeiten der Schüle:



Umut an seinem Bild beim Airbrushen.



Arbeit mit dem Titel: "Friedens-Brücke" von Eduard und Yildirim.



Die "Religions-Brücke" von Gona. Sie verbessert noch einiges mit dem Farbstift auf ihrem Bild. Ihre Arbeit ist schon fast fertig.



Corinna mit ihrer Arbeit der "Freundschafts-Brücke" beim Airbrushen.

Die Arbeiten gingen langsam in die Endphase. Hier und da noch ein paar Korrekturen mit der Airbruh-Pistole, den Farbstiften oder dem Pinsel und dann war es endlich soweit. Die Bilder waren "airbrushtechnisch" fertig. Sie mussten nur noch mit dem Messer auf das Bilderrahmenformat (70 cm x 50 cm) zugeschnitten werden. Geschafft, alles fertig!

Einige Original-Arbeiten im fortgeschrittenen Stadium. Die Maskierfolien wurden alle entfernt und man hatte endlich einen Eindruck vom fertigen Bild. Zum Schluss noch einige Korrekturen mit Stift und Pinsel und die Arbeit ist geschafft.



Und so sieht das fertige Bild der "Freundschafts-Brücke" aus, einfach toll!



Die Arbeit mit dem Titel: "Religions-Brücke" von Marigona und Hanna.



Von Serpil und Aylin: "Sonne-Mond-Brücke"

Die fertigen Arbeiten der Schüler

Fertige Original-Arbeiten und Entwürfe der Schüler. Einfach Klasse!



"Landschafts-Brücke" von Umut und Peter.



"Religions-Brücke" von Marigona und Hanna



Die "Friedens-Brücke" von Eduard und Yildirim



Die Arbeit mit dem Titel: "Liebes-Brücke" von Yalcin



Von Serpil und Aylin die "Sonne-Mond-Brücke"



Die "Musik-Brücke" von Sevda und Derya



Die Arbeit der "Freundschafts-Brücke" von Corinna.



Die Arbeit mit dem Titel: "Leidenschafts-Brücke" von Jessika



Die Gemeinschaftsarbeit zum Thema, von Jessika, Umut, Hanna und Gerald Voigt



"Glaubens-Brücke" vom Kursleiter Gerald Voigt



Am 20. Dezember 2006 fand der letzte Kunstunterricht unseres Projektes statt. Es entstand das Abschlussfoto mit der Kunstlehrerin Frau Mechs, den jungen Künstlern und Gerald Voigt. Schade dass nur ein Teil der mitwirkenden Schüler noch anwesend war.

Die Künstler mit ihren Airbrush- Arbeiten

Stolz präsentierten einige Schüler ihre fertigen Original-Arbeiten und Entwürfe. Leider waren nicht alle beim Fototermin da.

  

  

  

Fazit unseres Projektes:

Es hat sich wieder gezeigt, dass so ein künstlerisches Projekt unter fachmännischer Anleitung die Motivation unter den Schülern erheblich steigert. Alle Schüler waren am Ende sichtlich stolz, was sie alles geleistet haben.

Es sollte wirklich mehr solche Projekte in der Grund- und Hauptschule geben, um den Schülern mehr Freiraum in Kreativität und Selbstwertgefühl zu geben.

An dieser Stelle möchte ich mich beim Rektor Herrn Hirsch und der leitenden Kunstlehrerin Frau Mechs für die Unterstützung des Projekts recht herzlich bedanken.

Die hier gezeigten Arbeiten sollen allen Schülern, die noch nicht die Möglichkeit hatten bei so einem Projekt mitzuwirken ermuntern, sich für ein nächstes neues Projekt anzumelden. Es lohnt sich in jeder Hinsicht.

Den mitarbeitenden Schülern wünsche ich auf ihrem weiteren Lebensweg viel Freude an der gestaltenden Kunst. Bleibt dabei Ihr habt es bewiesen, dass es geht!

Euer Projektleiter Gerald Voigt.