Kunstausstellung im Emmeringer Hölzl

  • Thema: Kunstausstellung im Emmeringer Hölzl.
  • Schirmherr: 1. Bürgermeister Alfons Ostermeier.
  • Vernissage: Sonntag, 22.07.2001 um 11.30 Uhr, mit musikalischer Umrahmung durch die Emmeringer Schulband und kleinem Imbiß. Ort: An der Doppelschleuse im Emmeringer Hölzl.
  • Ausstellende Künstler:
    Gerhard Gerstberger, Hanna Häusler-Strahl, Rita Plafka, Barbara Saatze, Robert Scheuregger, Maya Siebenlist, Gerti Tischler, Hansjürgen Vogel, Gerald Voigt, Johann Waadt und die Jungkünstler Michael Emmerich, Harald Voigt und Carlo Zachris.
    Gastaussteller:
    K. Bogner, Hannes Götz, Sabine Klasen, Jutta Ritzler, Kuno Saatze, Brigitte Storch und Kurt Wieser. Beteiligt sind noch die Schüler/innen der Grund- und Hauptschule Emmering.

Die Vorbereitungen zur ersten Freiluft-Kunstausstellung im Hölzl laufen auf Hochtouren. Die Exponate der Künstler befinden sich in der Endphase der Ausarbeitung oder sind schon fertiggestellt und warten auf das Platzieren in freier Natur. Längst unter Dach und Fach ist die endgültige Abklärung mit den verschiedenen Behörden, Ämtern und Vereinen. In Erfüllung geht damit der langgehegte Wunsch in der Künstlervereinigung Emmeringer Spektrum, eine derartige "Großraumausstellung im Freien" hier im Hölzl durchführen zu können. Den Anstoß für die Verwirklichung gab Bürgermeister Alfons Ostermeier selbst nach dem Besuch der Landesgartenschau in Memmingen. Seitdem wird unter dem ersten Vorsitzenden des Spektrums, Gerald Voigt, fieberhaft an der Ausführung gearbeitet, wobei er besonders großen Wert darauf legte, die Emmeringer Schule mit einzubeziehen.

Einige Künstler des Spektrums haben bereits Erfahrung mit derartigen Projekten (z. B. Barbara Saatze: Kunstpfad im Wald/Odenwald, Gerhard Gerstberger: Kunst im Fluss/Amper bei Grafrath). Bei allen, die sich beteiligen, stehen Charme und Reiz in der nicht nur zeitbedingten Veränderung der sich noch frei entfaltenden Fluss- und Auenlandschaft im Vordergrund. Eine behutsame und sensible Verbindung zwischen Mensch und Natur, zwischen Kunst und freiem Wachstum, zwischen Gestaltung und Ursprünglichkeit wird einen Teil des Hölzls in einen noch abwechslungsreicheren, durch neue Perspektiven noch interessanteren Naturpark verwandeln. Das Anliegen der Aussteller ist nicht etwa die Selbstpräsentation vor einer malerischen Kulisse, sondern die Liebe zur Natur wieder zu beleben und Denkanstöße dafür zu geben, die Einheit Mensch-Natur zu respektieren und dadurch zu schützen, den Facettenreichtum der sich zeigenden Flora bewusster zu sehen, aber auch Launen und Kuriositäten zu entdecken.

Exponate, großformatige Bilder und Skulpturen, können bei pfleglicher Behandlung (durch Mensch und Natur) ein Jahr lang betrachtet und erlebt werden.

Neugierige Spaziergänger haben bereits jetzt Gelegenheit, manchem bildhauerischen Künstlern über die Schulter zu schauen. Diese verlegen in der Zeit vom 02.07. bis 13.07.2001 ihr Atelier unter das Blätterdach des Hölzls in die Nähe der Doppelschleuse.

AUF EIN BÜRGERMEISTERWORT

Das Hölzl wird zum Kunstpark

In wenigen Tagen ist es soweit. Die Künstlergruppe "Emmeringer Spektrum" wird damit beginnen, das Hölzl in einen Kunstpark zu verwandeln . Ich freue mich, dass die Anregung aus der Landesgartenschau in Memmingen bei uns umgesetzt werden soll. Die Natur des Hölzls bietet dabei ein Ambiente, das wohl einmalig ist. Natur und Kunst werden hier zu einer Einheit werden. Besonders attraktiv ist der Umstand, dass einzelne Künstler bei ihrer Arbeit von den Spaziergängern im Hölzl beobachtet werden können.

Positiv ist für mich die Tatsache, dass auch Schüler unserer Grund- und Hauptschule in das Projekt eigebunden werden. Die Kinder werden dabei die engen Zusammenhänge zwischen Natur und Kunst kennenlernen und das Hölzl in einer völlig neuen Perspektive erleben.

Mein Dank gilt dem Vorsitzenden des Emmeringer Spektrums, Gerald Voigt, der seit Jahren der "Motor" der Künstlergruppe ist und es auch diesmal wieder verstand, seine Künstler für die Idee zu einer Ausstellung im Emmeringer Hölzl zu gewinnen. Auch bei allen Mitwirkenden bedanke ich mich und freue mich auf die Vernissage, in der wir den Besuchern des Emmeringer Hölzls ein völlig neues Erlebnis bieten können.

Anfang Juli werden die Bildhauer des Spektrums ihren Platz im Hölzl einnehmen und ihre Skulpturen erarbeiten. Ich kann mir vorstellen, dass dies für viele Besucher des Hölzl ein Die Vernissage wird am Sonntag, dem 22. Juli stattfinden. Über das Rahmenprogramm werden wir noch eingehend berichten. Die Dauer der Ausstellung wird ein Jahr betragen.

Ich appelliere an alle Spaziergänger im Hölzl, die Künstler während der Aufstellung ihrer Arbeiten zu unterstützen, die Ausstellung vor mutwilligen Beschädigungen zu schützen und die neue Einheit "Natur und Kunst" gemeinsam zu erleben. Ich wünsche dem Spektrum und unseren Schülern sowie allen Besuchern ein großes Kunsterlebnis.

Alfons Ostermeier

Auszug aus dem Mitteilungsblatt der Gemeinde Emmering

Ideen und Vorbereitung zum Projekt

Entwurf



Entwurf als Bleistiftskizze (Größe: A6).



Eingescannter und am PC in Farbe ausgearbeiteter Entwurf (Größe: A5).

Impressionen bei der Entstehung des Objektes



Maskierte und abgedeckte Platte. Nur die zu bearbeitenden Flächen sind frei und können mit der Airbrushpistole in verschiedenen Blautönen bearbeitet werden.



Das gleiche gilt für die Farbgebung von hellem Gelb bis hin zum dunklen Rot.



Endlich ist es geschafft!



Nur noch einige Ausbesserungsarbeiten mit der Airbrush-Pistole sind zu erledigen.



So sieht es fertig aus: Der Standort mit dem Projekten "Mensch + Natur" von Gerald Voigt im Hölzl. Format: 205 x 156 cm. Technik: Airbrush-Technik, Acrylfarben auf Kunststoffplatten.

Gestaltung eines Objektes zusammen mit Schülern der 7./8. Klasse der Emmeringer Grund- und Hauptschule



Entwurf als Bleistiftskizze...

Die Vorbereitungen zur ersten Freiluft-Kunstausstellung im Hölzl liefen auf Hochtouren. Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden des Emmeringer Spektrums Gerald Voigt hatten sich die Schüler Susanne Schuler, Birgül Bayram, Susanne Riedle, Tomas Kraut und Enrico Santoro eine unmögliche Balkenkonstruktion als Projekt ausgesucht und erarbeitet. Der erste Entwurf wurde in Bleistift konstruiert, danach mit Farbstifte in Farbe für die Endfassung ausgelegt. Die Größe dieser Vorlagen wurden im A5 Format angelegt.

Nach diesen Vorarbeiten musste die große Kunststoffplatte im Format: 205 x 156 cm zuerst angeschliffen und entfettet werden. Danach wurde die Arbeitsskizze auf die vorbereitete Platte in der Original-Größe mit dem Bleistift aufgezeichnet, mit Abdeckfolie abmaskiert und mit dem Skalpell ausgeschnitten. Die ersten Grundfarblagen wurden dann mit der Farbrolle aufgetragen und mit dem Föhn getrocknet. Das Auf- und Adecken der Maskierfolie war eine sehr komplizierte Angelegenheit und erforderte ein wenig Fingerspitzengefühl. Nach dieser mühevollen Arbeit konnte endlich mit der Airbruhs-Pistole gearbeitet werden. Dabei mussten die nichtbearbeiteten Flächen wieder abgedeckt werden. Es wurden dabei die Tiefenschatten herausgearbeitet. Für alle beteiligten Schüler war das Arbeiten an solch einer großen Fläche ein neues und erfahrungsreiches Erlebnis. Als das Endprodukt dann fertig war, waren alle mit ihrer Arbeit zufrieden. Wir hatten während der vielen Arbeitsstunden in meinem Atelier recht großen Spaß.

Wir haben hier nun einige Impressionen aus unserer Arbeit zu dem Projekt zusammengestellt, um aufzuzeigen wie aufwändig diese Airbrush-Arbeit gewesen ist.

Gezeigt werden einige Vorarbeiten und Arbeitsphasen, die während der gemeinsamen Arbeit mit den Schülern im Atelier entstanden.



...und Farbvorlage (Größe: A6)



Die Schüler beim Maskieren, Farbrollen und Föhnen.



Es erfordert größte Genauigkeit, die Masken wieder einzupassen.





Nun ist es endlich soweit, die Airbrush-Pistolen werden mit Farbe gefüllt, und wir beginnen mit dem Airbrush. Das sieht leicht aus, ist es aber nicht. Dabei muss sehr präzise und sorgfältig gearbeitet werden.



Wir sind in der Endphase. Die letzten Maskierfolien werden abgezogen. Es entsteht der AHA-Effekt! Das Projekt ist fast fertig und es fehlt nur noch der Hintergrund



Wir haben nun den Hintergrund in schwarz fertig. Es fehlen noch einige Feinheiten, die mit Pinsel und Airbrush behoben werden. Susanne ist darin ein echter Profi. Es ist vollbracht! Das fertige Bild wird auf ein Gestell montiert und an dem Platz neben der Schule aufgestellt. Um den Betrachter ein Größenverhältnis zu geben, hat sich die Lehrerin Frau Keramaris an das Bild gestellt.